Zugang zum Bildungssystem muss frei bleiben!

04.10.2016

Utl.: Weil Bildung Österreichs wichtigstes Kapital ist,
         muss der Zugang zum Bildungssystem frei bleiben,
         meint ÖH Chef Walch zu Studiengebühren

Dass Rektor Tilman Märk zu Beginn des Wintersemesters 2016/2017 die Einführung von „sozial verträglichen Studiengebühren“ fordert, ist für die ÖH Innsbruck nicht nachvollziehbar. Das österreichische Bildungssystem ruht auf einer Kreislauffinanzierung: Steuerbeiträge von Absolventinnen und Absolventen werden dazu verwendet, Ausbildungskosten der nächsten Generation zu tragen.

Der oft herangezogene Vergleich österreichischer Unis mit ausländischen Unis, an denen Studiengebühren eingehoben werden, lasse außer Acht, dass diese Unis oft nicht staatlich sondern privat finanziert werden, kommentiert der ÖH Vorsitzende Walch (AktionsGemeinschaft). Weil Bildung durch Steuermittel finanziert wird, muss sie einen gewissen Standard gewährleisten.

Bevor Studiengebühren diskutiert werden müssen die Regierung und vor allem das Wissenschaftsministerium dem festgelegtem Ziel von 2% des BIP für den Hochschulsektor nachkommen. Studiengebühren haben sich zwar tatsächlich in einigen Ländern positiv auf die Qualität der Lehre ausgewirkt, bergen jedoch die Gefahr, Studieren unleistbar zu machen und dadurch gesellschaftliche Ungleichheiten festzuschreiben.