Stadtregierung spritzt Gesprächstermin mit ÖH

13.10.2016

Die Stadt Innsbruck ließ lange vereinbarten Termin, zu öffentlichen Verkehrsmitteln, einen Tag vorher, ersatzlos ausfallen.

„Wir bemühen uns um eine gute Gesprächsbasis, von der Stadt werden wir jedoch einfach ignoriert, obwohl wir Studierenden eine der stärksten  Wirtschaftsadern für Innsbruck sind und das Stadtbild maßgeblich prägen“, kommentiert der Vorsitzende der ÖH – Benjamin Walch – das Vorgehen der Stadtregierung.

Der bereits im August fixierte Gesprächstermin zwischen ÖH Innsbruck und der Stadtregierung wurde am Tag davor ersatzlos und ohne jegliche Erklärung abgesagt. Diese Vorgehensweise steht im starken Widerspruch zum Wahlversprechen der grünen Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, die 2012 mit dem Versprechen, den öffentlichen Verkehr in Innsbruck stark zu verbilligen, kandidierte.

Gerade in der Stadt Innsbruck, in der nicht nur die Mietkosten horrend sind, sondern auch die Preise für Semestertickets um 50 € höher als in den vergleichbaren Städten Linz und Wien, wird dadurch eine zunehmende Prekarisierung geduldet. Laut der 2016 veröffentlichten Studierendenerhebung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sind 51% der Studierenden teilweise bis stark von finanziellen Schwierigkeiten betroffen. Dies obwohl 61% der Studierenden während des Semesters arbeiten.

„Die so kurzfristige Absage eines Monate im voraus fixierten Termines, ohne Ersatztermin, zeigt den Unwillen der Stadt, den Bedürfnissen der größten Berufsgruppe Innsbrucks – den knapp 40.000 Studierenden – gerecht zu werden und aus Wahlversprechen auch nachhaltige Entwicklungen im öffentlichen Verkehr zu machen. “, kommentiert der ÖH Vorsitzende Benjamin Walch.